Über unsere Schule
Die Wangari-Maathai-Internationale-Schule (WMIS) ist eine öffentliche Schule und eine Ausgründung der in Berlin bereits im Jahr 2000 gegründeten Nelson-Mandela-Schule. An der WMIS wird zweisprachiger Unterricht in Deutsch und Englisch angeboten.
Die Schule wurde - wie die Nelson-Mandela-Schule auch - vorrangig für Kinder aus hochmobilen Familien gegründet. Nur in der ersten Jahrgangsstufe erfolgt eine Aufnahme von in Berlin ansässigen Kindern. Die Jahrgänge setzen sich in der Regel hälftig aus deutsch bzw. englisch Muttersprachlern zusammen. 
Die Schule öffnete 2017 ihre Pforten mit der 1. Klasse in der Babelsberger Str. 24, Berlin, und teilt sich bis zum Schuljahresende 2018/2019 Räume mit den Schülern der Nelson-Mandela-Schule. Nach dem Auszug der Nelson-Mandela-Schule wird die Babelsberger Straße 24 als Schulstandort für die nächsten Jahre erhalten bleiben. Der finale Standort der Schule ist bisher nicht bekannt und wird im Senat von Berlin aktuell gesucht.
WMIS ist derzeit eine jährlich anwachsende Grundschule, die mittelfristig die Klassen 1 bis 6 umfassen wird. Langfristig ist auch geplant, eine Sekundarstufe I mit den Klassen 7 bis 10 in Form einer integrierten Sekundarschule anzubieten. Eine Hochschulreife kann dann in einer separaten Sekundarstufe II mit den Klassen 11 bis 13 oder in Zusammenarbeit mit einer anderen staatlichen internationalen Schule erworben werden. Ein IB Programm wie an der Nelson-Mandela-Schule ist aktuell nicht in Planung.

Weitere Informationen über die Schule finden Sie auf der offiziellen Website: https://wangari-maathai-schule.jimdofree.com/.

Über unsere Namensgeberin
Der Name der Schule wurde von den Familien der Schule nach dem bekannten
kenianischen Friedensnobelpreisträgerin, Professorin, Wissenschaftlerin, Umweltaktivistin, Frauenrechtlerin, Menschenrechtsaktivistin und Grünen-Politikerin Frau Prof. Dr. Wangari Maathai gewählt.

Die offizielle Namensgebung fand am 22. März 2019 statt. Teilnehmer waren neben Vertretern des Auswärtigen Amtes und der Senatsverwaltung von Berlin auch der damalige Staatssekretär Rackles sowie der kenianische Botschafter S. E. Herr Joseph K. Magutt.

Wangari Maathai wurde am 01. April 1940 im Nyeri District in den kenianischen Highlands geboren. Nach ihrer Schulzeit in einer Klosterschule erhielt sie ein Stipendium für ein Studium der Biologie in den USA (Mount St. Scholastica College in Kansas). Ihre Studium brachte sie zudem an die Universitäten von Pittsburgh, Gießen und München. Im Jahr 1971 erwarb sie an der Universität von Nairobi als erste Frau in Ost- und Zentral Afrikaden Doktortitel. Im selben Jahr wurde sie die erste Professorin für Veterinäre Anatomie und später Dekanin ihres Fachbereichs an der Universität von Nairobi.

Im Jahr 1977 rief sie das sog. "Green Belt Movement", ein Aufforstungsprojekt zum Schutz von Erosion ins Leben. Im Laufe der Jahre wurde hieraus eine Bewegung, die mittlerweile in 13 Ländern aktiv ist, etwa mehrere hundert Baumschulen gründete und mehrere Millionen Bäume neu pflanzte. Wangari wurde zur zentralen Identifikationsfigur der Frauenbewegung in Kenia. Sie war von 1976 bis 1987 in Kenias Nationalem Frauenrat (National Council of Women in Kenya) aktiv. Zwischen 1981–87 leitete sie diesen als Präsidentin.

In den 1990er Jahren wurde Maathai, deren Engagement für Umweltschutz und Frauenrechte sie immer wieder in Opposition zum damaligen Staatschef Daniel Moi brachten. Nachdem Wangari Maathai im Jahr 1997 erfolglos für das Parlament und das Präsidentenamt kandidiert hatte, wurde sie im Dezember 2002 für das von mehreren Oppositionsparteien gegründete Wahlbündnis „National Rainbow Coalition (NARC)“ ins kenianische Parlament gewählt. Die NARC löste die Regierung von Daniel Moi ab, und der neugewählte Staatspräsident Mwai Kibaki ernannte Maathai zur stellvertretenden Ministerin für Umweltschutz. Maathai war Gründerin der „Mazingira Green Party of Kenya“ und gilt damit als erste grüne Politikerin Afrikas, die den Sprung in eine Regierung geschafft hat.

Im April 2004 erhielt sie den internationalen Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Dezember des Jahres 2014 wurde Wangari Maathai als erste Afrikanerin für ihren Einsatz „für nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Frieden" mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Bereits  im Jahr 1984 war sie Trägerin des Right Livelihood Awards (dem sogenannten Alternativen Nobelpreis) geworden für ihr Engagement im Green Belt Movement.